Dienstag , 19 Juni 2018

Manche gehen kegeln, wir gehen schießen! (Julia)

Seit Beginn meiner Ausbildung hier konnte ich in die verschiedensten Kurse reinschnuppern. Beim Brandschutzbeaftragten durfte ich an einer Praxisübung teilnehmen und ein Feuer löschen oder beim Betriebssanitäter eine Verletzte spielen.

Wir in NRW hatten überlegt privat etwas zu unternehmen und da kamen wir auf verschiedene Ideen. Manche Firmen gehen kegeln oder zusammen essen, aber wir sind zusammen zum Schießstand gefahren! Bevor es los ging hatten wir uns erst in der Niederlassung in Dortmund getroffen, wo Patrick erstmal allen Unerfahrenen den Umgang mit einer Waffe erklärte, z.B. wie man sie richtig hält, wie man das Magazin entnimmt, sie gesichert ist und man richtig zielt. Nach der kurzen Unterweisung ging es auch direkt los zum Schießstand, wo wir uns noch mit drei unserer Dozenten getroffen hatten.

Die Waffen, mit denen wir geschossen hatten, waren Patricks eigene, wofür er für das erste Mal ausschließlich Kleinkalieber mitgenommen hatte. Zwei der Waffen waren sogar Familienerbstücke. Zu Beginn hatte ich etwas Sorgen eine Waffe in der Hand zu halten, doch als die Männer so mühelos auf die 5 Meter entfernte Zielscheibe schossen, wurde ich auch neugierig. Von den Frauen sollte ich als erstes schießen, wo mir dann doch etwas flau im Magen wurde, doch nachdem ich einfach auf die Scheibe geschossen hatte, ging es wieder. Nachdem ich geschossen hatte, trauten sich auch die anderen Frauen und es war recht witzig zusammen etwas Außergewöhnliches zu unternehmen!

Als jeder einmal ein Magazin leer geschossen hatte, lieh sich jemand eine 9mm aus, womit auch alle schießen durften. Vor der 9mm hatte ich am meisten Respekt, eben wegen dem Rückstoß, wo man mich sogar leicht festgehalten hatte, damit ich nicht umfalle. Auf einem Schießstand zu schießen macht einem nicht wirklich bewusst wie gefährlich eine Schusswaffe sein kann. Erst als Sarah Patrick fragte, was für Waffen denn die Polizei mit sich führt und wie schwer die Verletzungen mit einer der Waffen hier sein können, habe ich angefangen mir Gedanken zu machen und überlegt, ob ich jemals wieder so eine Verantwortung tragen möchte.

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