Samstag , 15 Dezember 2018

Die Sicherheitskraft als „Visitenkarte“ des Auftraggebers

Sicherheitskräfte produzieren im praktischen Arbeitsalltag keine tatsächlich wirtschaftlich greifbaren Werte im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung. Der Einsatz von Sicherheitskräften erscheint daher auf den ersten und oberflächlichen Blick relativ unrentabel und betriebswirtschaftlich wenig sinnvoll. Lieber wird ein Unternehmen statt einer Sicherheitskraft oder gar eines Sicherheitsdienstleisters grundsätzlich eher einen Produktionsmitarbeiter oder eine Kraft einstellen, welche zumindest neue Kunden gewinnt oder Vertriebswege generiert.
Im Falle von real erlebten Bedrohungen durch ein Unternehmen stellt sich dieses Bild plötzlich deutlich anders dar, da akut das Gefühl von Risiken und Gefahr besteht und das Sicherheitsbedürfnis demnach exponentiell, wenn auch oftmals nur kurzfristig ansteigt bis man sich mit der Rentabilität des Einsatzes von Sicherheitskräften erneut befasst. Ein gefährdetes Unternehmen ist dabei sehr viel geneigter, sich abzusichern, als dies ein nicht gefährdetes sein wird. Warum aber sollte jemand, der noch keinerlei Bedrohungen ausgesetzt war sich einer Sicherheitskraft oder gar eines Sicherheitsdienstleisters bedienen?

Vorteile durch den Einsatz von Sicherheitskräften
Sicherheitskräfte können im Unternehmen neben der reinen „Sicherheitstätigkeit“ auch zahlreiche „Nebentätigkeiten“ (§ 6 Absatz 2 DGUV-V 23) und sich dadurch auch wirtschaftlich bezahlt machen. Zusätzlich werden einige betriebliche Versicherungen des Unternehmens deutlich günstiger, wenn das Unternehmen Sicherheitsdienstleister mit entsprechenden Qualifikationen einsetzt, da auch eine Haftungsverlagerung erfolgen kann und die Sicherheitsdienstleister aufgrund gesetzlicher Regelungen zum Abschluss einer eigenen Haftpflichtversicherung nach der BewachV verpflichtet sind.
Deutlich unterschätzt wird dabei auch die Außenwirkung, welche ein Unternehmen erzielt, wenn qualifiziertes Sicherheitspersonal einsetzt wird, bei Geschäftspartnern, Kunden und den eigenen Mitarbeitern erzielen kann.
Eine Sicherheitskraft kann beispielsweise Besucher fachmännisch, koordiniert und geordnet im Unternehmen leiten und lenken, dabei die gesamte Corporate Identity des Auftraggebers in der Praxis nach außen darstellen und das Bild eines kompletten und professionellen Unternehmens für Außenstehende projizieren. Auch am Telefon gilt dies selbstverständlich entsprechend.

Anspruch an Sicherheitskräfte
Neben fachlicher Eignung und einer selbstsicheren Dienstausübung wird von Sicherheitskräften im Kundenbetrieb oder generell im Unternehmen ein sicheres Auftreten sowohl nach innen als auch nach außen vorausgesetzt. Daneben wird eine gewisse sachliche und fachliche Identifikation der Sicherheitskraft mit den Modalitäten seines Einsatzumfeldes schlichtweg erwartet.
Die Sicherheitskraft sollte sich daher sowohl mit dem Unternehmen in welchem sie angestellt ist, als auch bei etwaigen Kundenunternehmen auskennen, sich mit den Tätigkeitsspektren, den Örtlichkeiten und den relevanten jeweils vor Ort vorhandenen Personen befassen und nicht zuletzt, die vorgegebenen Richtlinien in der Außendarstellung in der Praxis umsetzen.
Auf diese Art wird gewährleistet, dass das Unternehmen inhaltlich nach außen in der entsprechend gewünschten Art und Weise vertreten wird, die Kommunikation im Innenverhältnis optimiert wird und nach außen hin geschlossen und einheitlich erfolgt.
Die Sicherheitskräfte stehen dabei in der Verantwortung, sich selbst wie auch den Auftraggeber, bzw. den eigenen Arbeitgeber in jeder Hinsicht gut zu vertreten und nach außen darzustellen. Dabei spielen fachliche Gesichtspunkte, jedoch auch die sogenannten „Soft-Skills“ (außerfachliche Kompetenzen) wie Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Empathie – jeweils soweit dies der Auftrag zulässt, eine wesentliche Rolle.
Lernt im Rahmen der Fach- und Dienstkunde all diese Aspekte zu verstehen, sicher anzuwenden und umzusetzen. Wir helfen Euch gerne dabei!

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