Dienstag , 18 September 2018

Du suchst einen Job: Darum könnte die Sicherheitsbranche das Richtige für Dich sein

Berufsbild, Voraussetzungen und Qualifikationen –
Die Sicherheitsbranche bietet viel Gutes, zahlreiche Vorteile und könnte grundsätzlich sehr viele Menschen – vielleicht auch Dich – in ihren Bann ziehen. Aktuell sind etwa 270.000 Menschen im Bereich der privaten Sicherheitswirtschaft als Dienstleister tätig, die Zahl erhöht sich nahezu täglich. Der Bedarf ist dabei deutlich größer, weshalb man von einer „Wachstumsbranche“ spricht.

Die Sicherheitswirtschaft verbindet man dabei mit zahlreichen positiven, wie auch negativen Attributen, welche letztlich ein Gesamtbild ergeben, das sich pauschal allerdings nicht auf die Wirklichkeit im Einzelfall übertragen lässt.

Aber wie sieht denn die Branche von innen her eigentlich wirklich aus?

Negative Aspekte
Eines vorweg, es bringt nicht alles Gold, was glänzt. Der Verdienst ist gerade in der Sicherheit in jedem Bundesland zwar tarifgebunden geregelt, unterliegt dabei von Bundesland zu Bundesland teilweise allerdings enormen Schwankungen. Daher ist es zum Teil möglich, mit derselben Qualifikation, für dieselbe Arbeit mit bis zu 4 Euro pro Stunde unterschiedlich entlohnt zu werden, nur weil man im „besseren“ oder „schlechteren“ Tarifgebiet arbeitet. Viele Tätigkeiten liegen in Einsatzzeiten, in welchen steuerfreie Stundenzulagen bezahlt werden und die Wirtschaft unterstützt die Sicherheitskräfte mittlerweile vielerorts durch übertarifliche Objektzulagen.

Auch die Stundenbelastung ist in der Sicherheitswirtschaft schlichtweg anspruchsvoll hoch. Man muss sich bewusst sein, dass ein Objekt nicht nur oder gerade nicht in den Zeiten Risiken oder Angriffen ausgesetzt sein wird, in welchen die üblichen „Geschäftszeiten“ liegen, sondern gerade in solchen Zeiten, in denen grundsätzlich niemand oder weniger Personen vor Ort sind. Daher zählen Wochenenden und Feiertage ebenso wie Nachtschichten, zu den regulären Einsatzzeiten. Eine Vollzeitstelle muss mit Einsatzzeiten von 173 bis 230 Stunden pro Monat rechnen, eine Teilzeitstelle liegt zwischen 86 bis 173 Stunden pro Monat.

Der Dienst ist dabei nicht selten absolute graue Routine und alle andere als spannend, weshalb sich viele zeitweise unterfordert fühlen könnten.

Positive Aspekte
Viele Tätigkeiten sind von wesentlich größerem körperlichem Aufwand geprägt als es die Sicherheitstätigkeit ist. Im Objektschutz beispielsweise besteht die Tätigkeit aus Tordienst (stehen), Streifen- und Kontrollgängen (fahren und gehen) und sitzen. Gerade Umschülern, die aufgrund von körperlichen Beschwerden ihren ursprünglichen Beruf nicht mehr ausführen können, hätten daher oft die Möglichkeit in der Sicherheit eine neue berufliche Perspektive zu finden.

Ein Arbeitsumfeld, in welchem es routinemäßig „langweilig“ sein kann, bietet einem die Chance sich weiterzubilden und zu qualifizieren um relativ schonend innerhalb der Sicherheitsbranche die Voraussetzungen zu schaffen, eine entsprechend höhere Position bekleiden zu können.

Nicht zu verachten ist auch der Aspekt, dass trotz aller Routine auch gelegentlich einmal „Highlights“ eintreten, in welchen man schnell, richtig und fachlich korrekt handeln muss. Das sind einzelne Momente, die man einerseits nicht vergisst, andererseits noch in etlichen Jahren berichten kann und die einen „Blut lecken“ lassen und einen Anreiz zum langen Verbleib in der Branche setzen können.

Die Sicherheit bietet unzählige Leistungsbereiche an, die jeder für sich einen jeweils eigenen Reiz ausüben können dabei auch die Abwechslung bringen können, die es braucht um nicht in Monotonie zu verfallen.

Letztlich ist es Geschmackssache, ob du dich in der Sicherheitsbranche wohl fühlen kannst, ob du einen Betrieb findest, der dir Vielseitigkeit hinsichtlich der Tätigkeiten anbieten kann und ob auch du die Gelegenheit bekommst, „Blut zu lecken“. Wenn du dich dafür interessierst, wir beraten dich gerne.

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