Montag , 22 Oktober 2018

Die Sicherheitskraft – Psychologe, Anwalt, Kampfsport- Ass und so viel mehr?

Oh Gott, kennst Du das? Du liest eine Stellenausschreibung für einen Job in der Sicherheit oder die Prüfungsinhalte zu einer Prüfung aus dem Bereich der Sicherheit und denkst Dir: „Wer kann denn das alles?“
Man sollte sich im Recht auskennen, also sowas wie „Jura-light“ erlernen? Nein! Die rechtlichen Inhalte, die eine Sicherheitskraft erlernen, kennen und anwenden muss, sind lediglich Sachen, die jeder Bürger ohnehin wissen sollte, die Sicherheitskraft muss diese Inhalte allerdings kennen. Sicherheitskräfte sind ja auch keine Juristen, sondern nur Bürger mit einem zugegeben ziemlich speziellen Arbeitsumfeld. Notwehr und die anderen Jedermann-Rechte sind dabei eigentlich Grundvoraussetzung, da jeder Bürger ebenfalls wissen sollte, wann er sich wie wehren darf. Ob man etwas besitzt oder Eigentümer an etwas ist, sollte auch im normalen Alltag aller Bürger bekannt sein. Die Liste der Ausbildungsinhalte kann man nahezu in jedem Punkt auf den Lebensbereich aller Bürger übertragen und „Überraschung“, es ist nichts wirklich ganz gravierend anders.

OK, aber wieso sollte ich Kommunikationsmodelle und andere Aspekte der Psychologie lernen? Ganz einfach: weil ein tolles, erfolgreiches und erfreuliches Miteinander nach bestimmten Regeln verläuft, die speziell eine Sicherheitskraft kennen sollte, um schlimme Situationen abwenden zu können. Im normalen Alltag von allen anderen sind diese Kenntnisse aber mit Sicherheit nicht weniger wichtig.
Du musst auch keine Kampfkünste beherrschen, da von einer Sicherheitskraft gerade nicht erwartet wird, den Helden zu spielen und immer mittendrin statt nur dabei zu sein. Es kommt vielmehr darauf an, dass die Sicherheitskraft immer unter dem „Aspekt der Eigensicherung“ vorgeht. Dabei hilft es wenn man sich auch körperlich verteidigen kann, es ist aber keine Voraussetzung und keine Pflicht.

Auf was kommt es also an?
Wenn Ihr Sicherheitskräfte werden wollt, solltet Ihr wissen, was Ihr dürft, wie Ihr vorzugehen habt und auch nicht ganz unerheblich, warum Ihr das wissen und können müsst.
Ihr solltet kein Problem damit haben, mit anderen Menschen (auch in stressigen oder aufgeheizten Situationen) zu sprechen und Euch in diese hineinzuversetzen. Nur so könnt Ihr das eigentliche Problem für Euch herausbekommen, das eine andere Person gerade hat und an einer bestenfalls gemeinsamen Lösung des Problems arbeiten- also wie im Privatleben.
Wenn man das Problem erkannt hat und eine Lösung erarbeitet, ist jetzt das Rechtliche zu beachten. Wie kann ich eine Lösung anbieten, die weder meinem Auftrag noch dem Gesetz widerspricht, welche Möglichkeiten fallen mir ein? Wie „verkaufe“ ich die gefundene Lösung nun der anderen Person? All das stellt die eigentlichen Aufgaben von Sicherheitskräften dar.

Was kann ich tun um besser zu werden?
Egal ob Du Sicherheitskraft bist oder werden willst, es ist wie bei fast Allem im Leben: man kann nur wirklich gut, was man viel übt und umsetzt. Jeder Mensch hat Schwächen, die es zu erkennen gilt, um daran arbeiten zu können. Für Sicherheitskräfte sollen diese Schwächen möglichst gering in den Kernkompetenzen gehalten werden, weshalb der Gesetzgeber Prüfungen als Hürde vorschreibt, in welchen inhaltlich eigentlich nichts anderes verlangt wird, als eigentlich jeder Bürger ohnehin wissen oder kennen sollte. In vielen Fällen wird Euer Gegenüber, also die Person, die gerade ein Problem hat, das Ihr bearbeiten müsst, daher auch wissen, was Ihr dürft und wieso. Daher solltet Ihr geübt und sattelfest sein.

Wir helfen Dir, fit für die Prüfungen zu werden und gerne auch besser im Arbeitsalltag zu werden.

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