Sonntag , 18 Februar 2018

Die Prüfungsangst – den richtigen Umgang mit Prüfungssituationen erlernen! 

Wer kennt es nicht? Eine Prüfung steht kurz bevor und allein der Gedanke an diese Situation löst Schweißausbrüche und einen halben Nervenzusammenbruch in einem aus. Dabei spielt es für manche überhaupt keine Rolle ob man sehr gut, gut oder gar nicht vorbereitet ist, diese Menschen leiden an extremer Prüfungsangst.

Neben den körperlich erkennbaren Signalen einer geröteten Haut, der unruhigen Körperhaltung bis hin zum unentwegten „zappeln“, der unruhige Blick und sonstigen weiteren Stressanzeichen kommt bei diesen Menschen oft zusätzlich auch eine kognitive Blockade – also ein sogenannter „Blackout“ im Denkprozess hinzu und die Prüfung wird mit Anlauf in den Sand gesetzt. Dann beginnt der Prozess von neuem und der Verlauf ist identisch. Relativ häufig wird es dann irgendwann zu Resignation oder zu einem mentalen Zusammenbruch als letztem Schritt einer Eskalationsleiter kommen. Dadurch wird nämlich ein Kreislauf in Gang gesetzt, den es aufzuhalten gilt, bevor man überhaupt nicht mehr mit sämtlichen Arten von Prüfungssituationen zurechtkommt und diesen Situationen im Leben letztlich schlichtweg stets auszuweichen versucht. Dabei täuscht man sich vor allem darüber was alles als „Prüfung“ zählt, denn im Leben wird man ständig und permanent geprüft ohne dass man dies wahrnimmt.

Deshalb kann und wird es nie eine Lösung sein, den Kopf in den Sand zu stecken!

Gründe von Prüfungsangst
Oben geschilderte Situationen können im Vorfeld vermieden oder zumindest größtenteils abgemildert werden.

Ursachen von Prüfungsangst sind teilweise ein eigenes zu negatives Selbstbild der eigenen persönlichen Stärke oder der eigenen fachlichen Kenntnisse basierend auf negativen vorangegangenen Erfahrungen oder mangelhafte fachliche Vorbereitung auf die Prüfung, oder zumindest das subjektive Gefühl, selbst schlecht vorbereitet zu sein. Teilweise auch die Angst generell eine Prüfung ablegen zu müssen, weil diese als „mystisches und unvorhersehbares“ Instrument des „Aufzeigens von eigenen Fehlern und Schwächen“ verstanden wird. Weiter werden Prüfungen von vielen als eine Hürde zum „Aussieben“ verstanden. All das ist schlichtweg nicht korrekt, teilweise falsch oder eine bloße Interpretation von solchen Situationen ohne fundierte Erfahrungswerte.

Vermeidung von Prüfungsangst
Gute und zielgerichtete Vorbereitung sind stets zum Gelingen einer Prüfung das A und O. Dabei sollte man sich über den Ablauf der jeweiligen Prüfung informieren und sich darauf speziell vorbereiten. Bei einer mündlichen Prüfung sollte man daher nicht nur in den Formen „lesen und schreiben“, sondern vor allem auch in der Form „mündlich wiedergeben – also sprechen“ die Prüfung im eigenen Umfeld unter Anwendung des jeweiligen Rahmenstoffplanes der jeweiligen Prüfung den Ablauf und die Inhalte der Prüfung trainieren.

Frühere negative Prüfungssituationen auszublenden ist nicht leicht, aber genau das sollte man im Vorfeld einer aktuellen Prüfung zumindest versuchen, denn keine Prüfung ist wie eine vorangegangene. Die Prüfer sind andere Menschen, die Fragen sind umgestellt oder komplett inhaltlich anders und man selbst ist ebenfalls in einer anderen Lebenslage und –situation als dies bei einer früheren Prüfung der Fall gewesen ist.

Auch die Prüfung sollte man anders wahrnehmen: Eine Prüfung stellt eine Hürde dar, das ist soweit korrekt, aber eine Qualitätshürde du nicht etwa eine willkürliche „Schikanehürde“. Die Prüfer sind oftmals an gutem personellem Branchenzuwachs interessiert und wollen ohnehin niemandem etwas persönlich Schlechtes in der Prüfung antun (wie auch in der Regel kennen sich Prüfer und Prüfungsteilnehmer im Vorfeld der Prüfung überhaupt nicht). Weiter sind Prüfer auch nur Menschen, die einer Tagesform unterstehen, weshalb eine wesentlich angenehmere und entspanntere Situation als dies in vorangegangenen Prüfungen der Fall gewesen ist, vorgefunden werden oder auch selbst durch das eigene Auftreten erzeugt werden.

Letztlich sollte man auch folgendes vor jeder Prüfung beachten: Eine versiebte Prüfung ist weder ein Beinbruch, noch ein Weltuntergang und entfaltet daher nie die negative Wirkung, die viele in eine solche Situation hineininterpretieren.

Wir bereiten Euch gerne auch Eure Prüfung vor und trainieren mit Euch den Umgang mit der Prüfungsangst!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.