Montag , 22 Oktober 2018

Der richtige Umgang mit Stress

Stress begegnet uns heutzutage überall: Ob Alltag, Berufsleben, selbst in der Freizeit: Kinder müssen in den Kindergarten, wir müssen pünktlich in der Firma sein, stehen im Stau und wenn wir endlich dort ankommen, wirft uns der Chef Aufgaben auf den Schreibtisch, die bis 15:00 Uhr bearbeitet sein müssen. Abends muss der Sohn zum Klavierunterricht, die Tochter hat Ballett und eingekauft ist auch noch nicht.

Umgang mit Stress

Für den einen purer Stress, für den anderen eine Kleinigkeit. Gibt es ein Geheimnis, das manche Menschen in der Stressbewältigung kennen und manche nicht? Nur bedingt. Manche Menschen sind von Natur aus weniger anfällig für Stress bzw. sie lassen ihn einfach nicht so nah an sich ran und sehen die Dinge lockerer. Wichtig ist es jedoch vor allem seine Stressfaktoren erst einmal zu erkennen! Manche Menschen reagieren genervt, wenn sie spontan die Einlasskontrolle einer Veranstaltung übernehmen sollen, um ein Beispiel aus dem Sicherheitsbereich aufzugreifen. Wichtig ist jedoch zu wissen WARUM wir deswegen genervt sind. Stelle Dir dazu folgende Fragen: Mag ich die Tätigkeit der Einlasskontrolle nicht? Kann ich mit der Spontanität nicht umgehen, da ich mich geistig darauf eingestellt hatte heute die VIP-Räume zu bewachen? Oder mag ich meinen Chef nicht oder rede mir ein, dass er mich mobbt und mir immer die unbeliebten Aufgaben aufzwingt? Du musst für Dich feststellen WAS GENAU Dich an der Situation stört und sei dabei ehrlich zu Dir! Dich selbst zu belügen oder die Schuld nur auf andere schieben, weil das einfach und bequem ist, hilft Dir nicht weiter. Nur so kannst Du konstruktiv mit stressigeren Momenten umgehen, eventuell sogar die Probleme komplett aus der Welt schaffen und Deine Ressourcen und Kräfte bewusster einsetzen, statt Deine ganze Energie darauf zu verschwenden von der Situation oder Deinen Mitmenschen genervt zu sein.

Die Sicherheitsbranche ist dafür bekannt, dass es gerne mal stressig und hektisch wird. Pöbelnde Gäste, Verstöße gegen Gesetze und Hausordnungen, Probleme bei Einlasskontrollen und betrunkene Jugendliche gehören zu der Tagesordnung eines Sicherheitsmitarbeiters! Und das bei 12-Stunden-Schichten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du als Doorman arbeitest, als Pförtner, als Geldtransporteur oder ob Du nachts Gebäude bewachst oder etwas ganz anderes: Es wird Dir immer wieder passieren, dass Du Deadlines und Vorgaben hast, die unbedingt eingehalten werden müssen und die Dir zeitlich und nervlich einiges abverlangen, obwohl Du bereits seit über zehn Stunden auf den Beinen bist. Es kann Dir helfen, wenn Du neben der Hinterfragung nach dem genauen Grund auch einmal Dich selbst betrachtest: Brauchst Du vielleicht für die Kontrolle aller Türen und Fenster zu lange? Wäre dieser Schritt schneller machbar, aber trödelst Du vielleicht aufgrund von Müdigkeit oder mangelnder Motivation? So ist es sinnvoll die eigenen Gewohnheiten einmal zu hinterfragen und den Grund für Stress auch bei sich selbst zu suchen. Vielleicht schaffst Du es so den gefühlten Druck abzubauen und bist so motivierter und leistungsstärker. Das wird sicherlich auch Dein Chef bemerken!
Schaffst Du es aus unterschiedlichen Gründen nicht selbst Deinen Stresslevel zu senken, bieten unterschiedliche Einrichtungen Kurse und Seminare an, in denen Dir weitere Möglichkeiten der Stressreduktion aufgezeigt werden. Du lernst, wie Du mit Bewegung, Entspannung und Ernährung gefühlten und erlebten Stress abbauen und Deine privaten und beruflichen Ziele erreichen kannst.

Nicht nur Security-Mitarbeiter, auch andere Branchen stehen dauerhaft unter Druck. Schaut man sich aktuelle Zahlen an wie viele Mitarbeiter jedes Jahr wegen Burn-out krankgeschrieben sind, kann man sich ausrechnen welcher Schaden durch massiven Stress, den oft auch die Unternehmen selbst auslösen, angerichtet wird: Ausfälle und fehlende Mitarbeiter in den Betrieben, natürlich aber auch persönliche Einschränkungen der Mitarbeiter! Es würde sicherlich nicht schaden Stress zum Wohle aller zu reduzieren. Jeder kann und sollte jedoch bei sich selbst und in seinem Privatleben damit beginnen.

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